Hatte heute mal wieder Bock den ersten Teil zu installieren.
natürlich nicht wegen der - schon damals angestaubten - grafik oder der story, die aus einem 80er-b-action-movie stammen könnte.
sondern wegen des gore-modells. es macht einfach auf skurrile art und weise spaß, die bösewichte schreien zu hören, wenn man ihnen mit einer schrotflinte ein bein weggeschossen hat und sie davonhumpeln oder am boden winseln.
oder hier: den gastank zum explodieren gebracht hat.
das lied kenne ich schon seit damals. die geschichte der entstehung kenne ich seit heute (aus den kommentaren des videos):
I reached out to SOF’s Sound, Music and Localisation Director Chia Chin Lee and he told me a bit more → "Hahahah! What a throwback. I was the sound designer and composer for the original SOF. I also recorded VO sessions with talent for the game. When I was done with each session, I’d ask the actors to improvise whatever they want for fun. And this is what actor playing the lead character did. Totally improvised, I was just lucky enough to record greatness. "
Das hatte ich damals auch. Immer 1-2 Level gespielt, dann vom richtigen Gameplay gelangweilt gewesen und wieder aufgehört.
Hab aber auch nichts mehr vom Spiel wirklich im Kopf außer das man Gedärme rausschießen konnte.. oder war das dann die „große“ Verbesserung im 2. Teil?
kann mich erinnern, dass es bei meiner razer boomslang 2000 (computermaus) hätte dabei sein sollen, war es aber nicht. habs mir dann iirc im libro gegenüber meiner schule gekauft.
in meinen augen ist SoF ein blueprint für die modernen call of duties.
dieses macho-soldaten gehabe, dieser hinterraum im buchladen, der einen überraschend hochwertigen geheimdienst-computer hat um seinen mission objectives zu bekommen. – gib dem spiele eine aktuelle grafikengine und eine etwas cineastischere präsentation und außenstehende könnten die beiden franchises kaum noch auseinander halten.
das dynamische duo weiter darauf hin aus die welt zu retten. es geht nichts über das klischee des athletisch durchtainierten schwarzen und dem weißen zachen army-dude mit schnauzer…
@Psycho hatte unlängst auch diese idee bzgl eines remakes des ersten teils, aber es dürfte irgendwelche lizenzrechtliche probleme geben zwischen dem spiel und der zeitschrift.
so - hab es also tatsächlich durchgespielt. eigentlich ein grandioses spiel, aber ich weiß schon, wo mich damals das spiel abgeworfen hat (im iraq): bei größeren arealen rennt man oft wie eine laborratte im kreis und erkennt nicht, wo es weitergeht. zwar habe ich mich im laufe dieses durchgangs daran gewöhnt, aber va in den letzten 2 levels habe ich dann doch auf yt-walkthroughs zurückgegriffen (ein mal stand ich sogar vor der versteckten tür und habe die aktionstaste gedrückt, aber es hat sich nichts getan).
unterm strich hat es mich gut unterhalten. die story, irgendwo zwischen einem 007 und call of duty ist weiß gott nicht bahnbrechend, war es damals auch nicht, aber führt den spieler - soweit es die q2-engine erlaubt - gut inszeniert rund um den globus. es beginnt in new york, schickt einen in den iraq, japan und abschließend in ein „castle wolfenstein“-esques schloss in deutschland.
die gefechte mit den halunken sind unterhaltsam, stichwort: gore modell, das waffenarsenal macht auch laune und erlaubt mal ein taktischeres, mal mehr ein „ab durch die mitte“ vorgehen.
mir sind auch ein paar kleine details aufgefallen: beim lehnen nach links oder rechts, um um die ecke zu schauen, wechselt john die waffe von der linken in die rechte hand; wenn man den flammenwerfer zu lange in der hand hält verbrennt er sich auch manches mal die hand.
fazit: ich hätte es mit ein bisschen googlen schon damals durchspielen können, aber ich hätte es wohl nicht so genossen und verstanden wie heute, 2 jahrzehnte später.