Umwelt und Co

Nicht unbedingt. 1. war das Vorjahr zu gut und 2. kaufen (österreichische) Mühlen vermehrt billiges ukrainisches Getreide. Die Lagerhaus-Hallen sind noch immer voll. Der Preis für Qualitätsweizen zB ist in Österreich derzeit niedriger als der Preis für das zertifizierte Saatgut. Das ist einfach irre.

Dass Subventionen erhöht werden, ist reine Augenauswischerei. Die ÖVP betont, man hätte doch 2024 die Subventionen großzügig um 9,4% erhöht - verschweigt aber, dass man sie 2023 um fast 12% gesenkt hat. Gleichzeitig erhöht sich der Preis für N-Dünger jährlich um 40 - 70%. Die Preiserhöhung für Diesel-Öl bekommt eh jeder selbst mit. Die Sozialversicherung erhöht sich um gute 4% jedes Quartal. Der AMA-Beitrag erhöht sich sowieso.

Die Lobby mag vor 20 Jahren gut gewesen sein - heute sind Landwirtschaftskammer und Bauernbund Knechtvereine von ÖVP und Raiffeisen, die die Landwirte ausnehmen wie Weihnachtsgänse.

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Und doch wählen die Bauern weiter ÖVP?

Teilweise. Auch weil sich die restliche Parteienlandschaft um diese paar Prozent der österreichischen Bevölkerung entweder überhaupt nicht schert bzw. sogar aktiv gegen die österreichische Landwirtschaft arbeitet.

Da muss ich zB die SPÖ kritisieren: mit neuen zusätzlichen Steuern auf Grund und Boden wirst keinen Landwirt auf deine Seite ziehen. Und gerade jetzt, wo das Finanzministerium die Krisenhilfe verwehrt, wird sich die österreichische Bauernschaft schwer tun, rot zu votieren.

Neos mit ihrem beschissenen Ja zu Mercosur sind ohnehin ein rotes Tuch. Und die Grünen haben viele schöne Ideen, wissen aber auch nicht, wie sie das den Landwirten vergüten sollen. Weil Brachen, Grünstreifen, Wassersysteme sind toll - kosten aber halt auch Geld - und das mussten bisher immer die Landwirte in die Hand nehmen.

Es ist ja nicht nur Getreide betroffen. Mais, Kürbis, Wein…

Ich sehs ein bisserl nach der Dringlichkeit. Beim Getreide könnte Österreich ja tatsächlich ernährungssouverän sein - im Gegesatz zum Gemüse. Den österreichischen Landwirten wär also schon geholfen, wenn die Mühlen ihnen ihr Getreide zu einem vernünftigen Preis abkaufen würden.

Jetzt im Moment zB kostet aber die Produktion von 1t Weizen dem österreichischen Landwirt ca. 300 Euro. Bekommen tut er 200 Euro. Baust also 20 ha Weizen an, hast zum Schluss nicht nur keinen Gewinn gemacht, sondern 2000 Euro Verlust. Abgesehen davon, dass du Maschinen abgenutzt und Arbeitskraft eingesetzt hast - das rechnest als Landwirt nämlich gar nicht mehr.

Die Dürre haut dem Fass ja nur noch den Boden raus.

Letzten Endes werden die trockenen Jahre häufiger und man wird Maßnahmen ergreifen müssen, wenn wir gerne weiterhin unsere Lebensmittel aus Österreich beziehen möchten - was ich empfehlen würde, weil der Codex Alimentarius Austriacus einfach die sichersten Richtlinien in der Herstellung von Lebensmitteln vorgibt.

Auch bei den Bauern wählen mittlerweile viele FPÖ. Deshalb haben sich die ja auch jetzt für Notmaßnahmen stark gemacht, und prompt einen Shitstorm kassiert. Weil zuerst behaupten, es gibt keinen Klimawandel und „ein Sommer für damals“ und dann nach Notmaßnahmen schreien, weil es unerwartet viel zu heiß ist — das geht sich sogar für manche FPÖ-Fans nicht aus.

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Soweit ich weiß, liegt der Anteil an FPÖ-Wählern unter Bauern ca. bei der Hälfte der Selbstständigen, die FPÖ wählen - also bei etwa 14%. Viel würde ich das nicht nennen.

Es sind 72% der Landwirte nicht selbstständig?

Die Dramatik in deinen Ausführungen (denen ich nicht widerspreche) lässt auf eine gewisse Betroffenheit schließen. Woher die Zahlen und die Kenntnis?

Ich könnte rein aus der Beobachtung einzelner Gemüsebauern aus dem Osten Österreichs sehr negative Dinge über diese schreiben was die Behandlung der Arbeitskräfte betrifft und positive über deren eigene Lebensumstände. Aber das sind eben einzelne und wie es tatsächlich wirtschaftlich läuft weiß man ja nie wirklich von außen.

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!? Ich meinte, der Anteil an FPÖ-Wählern unter Selbstständigen liegt bei etwa 28% - und etwa 14% der Bauern wählen die FPÖ. Das stützt zumindest die letzte LK-Wahl.

Mein Ex-Unternehmen hat Unternehmen (auch landwirtschaftlich tätige) beraten und hat seinen Sitz im ländlichen Bereich. Ich hab seither zahlreiche enge Freund:innen, die Landwirtschaft betreiben, helfe auch immer wieder mit (jetzt gerade bei der Not-Maisernte), meine Lebensgefährtin ist politisch exponiert und hat auch viel damit zu tun und anfang der 2000er hab ich nebenher Agrarwissenschaften studiert.

Edit: Es ist mittlerweile so trocken, dass selbst beim Nothäckseln bald mehr Material durch die Luft fliegt, als im Hänger landet.

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Ah, jetzt wird ein Schuh daraus, danke.

Wenn man sich die Bilder anschaut, was im Ukrainekrieg alles abbrennt, bekomm ich so ne Wut im Bauch, dieser Unnötige Mist. Dank einem Vollidioten mit Machtgier…

Was allein Kriege uns an Umweltverschmutzung einbringen, zum Kotzen. Abgesehen davon dass Kriege immer scheiße sind.

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Und dann willst was für die Umwelt tun und wohnst evtl in einem Wohnhaus mit mehreren Parteien, streitest ewig mit allen rum bis Photovoltaik installiert wird und darfst am Ende für sowas „Wartungsgebühren“ bezahlen weil ein paar irre Spinner sonst nicht zugesagt hätten:

Was zur Hölle, wie kaputt im Kopf muss man sein um so einen Scheiß zu glauben.

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Ich wusste es :eyes:

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Eine Milchkuh benötigt bei den aktuellen Temperaturen bis zu 100 Liter Wasser am Tag. Zum Vergleich: Bei voller Leistung kann eine Schneekanone bis zu 30.000 Liter pro Stunde verbrauchen.

Einfach nur irre was wir Wasser auf die Berge schütten, damit man Skifahren kann…
Bin gespannt wie lange das noch läuft, genauso wie lange man im Sommer noch Pools befüllen darf.

Ein Kollege baut sich gerade einen 13x3 m Pool mit 75.000 l Fassungsvermögen (ein Lärcherlschaß gegen die Schneekanonen aber dennoch Wahnsinn). Bei der Menge an Pools die es bereits gibt kommt da auch einiges zusammen. Wenn man drüber nachdenkt alles nur mehr irre.

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Tja in Österreich ist das Thema Wasser leider eine Katastrophe. Egal ob tausende Pools, für tausende Kühe oder für deppate Schneekanonen. Die Leute checkens einfach nicht. Und vorallem die Industrie und Landwirtschaft verbraucht sowieso Wasser ohne Rücksicht auf Verluste… Aber wird sicher wieder besser mit dem Regen. Ganz sicher…

Man soll ja sich ja wirklich nicht zu sehr auf die Taten einzelner versteifen, weils im Vergleich natürlich kleine Mengen an Wasser sind. Aber wenn ich lese das Leute in der heutigen Zeit solche Pools bauen, dann kann man das nicht schön reden. Das ist schlichtweg egoistischer Schwachsinn!

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Ich finde das schon ein bisschen übertrieben. Dieses Jahr aufgrund der extremen Hitzewelle ist es unverantwortlich, aber generell menschen „verurteilen“ weil Sie sich einen Pool bauen ist schon arg übertrieben.

Das Thema Wasserknappheit gibt es nicht erst seit diesem Sommer, sondern ist in vielen Gemeinden jährlich ein Thema. Vorallem wenn alle Anfang Mai die Pools befüllen. Und sorry aber 13x3m ist einfach auch noch übertrieben groß. Kein Mensch braucht sowas, das ist pure Dekadenz.

Ich sag ja gar nicht, dass alle Pools verboten gehören, aber diese Selbstverständlichkeit von riesigem Einfamilienhaus mit hunderten Quadratmetern asozialem Garten (am besten nur Wiese, umrandet von Tujen oder Kirschlorbeer), 2 Autos, riesen Pool, 1-3mal im Jahr in den Urlaub fliegen und am besten wöchentlicher Grillparty mit kiloweise Fleisch ist angesichts der Klimakrise einfach ignorant.

Ich weiß eh, da fühlen sich wieder dutzende auf den Schlipps getreten und tippen schon fleißig: „warum sollte ich verzichten, wenn in Indien blablabla“ aber es ist wirklich frustrierend zu sehen wie es mit unserer Welt bergab geht und einfach nichts unternommen wird. Weder politisch, noch privat.

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Er wollts eh net, aber sei Frau :sweat_smile:
Dabei warens bis jetz mit PV Anlage und E-Auto ökologisch gut dabei.

Mir wär ja schon allein die Arbeit, die so ein Pool macht zu blöd. Da fahr ich lieber zum See.

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Ich kann dich schon verstehen aber man sollte auch ein bisschen auf dem Boden bleiben und nicht so übertreiben. Wo fängt es an wo hört es auf.

Hätte ich das Geld wäre das erste was ich mir kaufen würde ein Haus mit Pool, nen V8 und würde um die Welt fliegen. Da bin ich dann wohl so Ignorant und Egoistisch das ich das mit 0% schlechtem gewissen tun würde.