Sind wir eine aussterbende Gattung .. und bekommen es gar nicht mit?

Viel von dem, was wir als Gamer gut und wichtig erachten, ist keine Erkenntnis, die in den sprichwörtlichen letzten 5min uns zu Sinnen gekommen ist, sondern ein Jahrzehnte angehäufter Berg an Erfahrung und Erinnerung an Emotionen.

Gleichzeitig hört man immer wieder Prognosen über „die zukünftige Generation“ an Spielern, und, dass sie andere Spielgewohnheiten haben, als „wir“.

Früher hieß es: Die spielen nur mehr am Handy, das wird die (3)DS-Plattform beenden.
Und diese Meinung sollte auch irgendwie recht behalten. Es gibt keinen exklusiven Gaminghandheld mehr. Die Switch ist hybrid und auch das Steam Deck überlebt nur, weil es von der großen Steam Plattform profitiert.

Jetzt heißt es: Spiele wird es nur mehr digital geben und eine letztes Aufgebot der alten Garde an Spielern geht auf die virtuellen Barrikaden, ruft zum Boykott auf und schwört keine PS6 zu kaufen.

Aber ist die kollektive Wut im Bau stark genug um der Industrie dauerhaft ein Umdenken zu oktroyieren?

Nehmen wir einmal an, die PS6 käme 2028 auf den Markt. Typische gamende Teenager (~16 Jahre alt), wären 2012 auf die Welt gekommen (Anm.: die PS4 hatte 2013 ihren Launch). Wo für uns der Onlinestore ein neues Übel ist, ist es für sie der Status Quo mit dem sie aufgewachsen sind. Man erinnere sich an die frühen 00er Jahre, als uns unsere Eltern eingetrichtert haben, wie schlecht nicht die Qualität von MP3s ist im Vergleich zu echten CDs oder gar Schallplatten. Und jetzt hat die Musikindustrie Napster&co überlebt, den iPod gefeiert und befindet sich mit Apple Music, Spotify und wie sie alle heißen in der dritten Post-CD-Generation. All diese physischen Medien bedienen eigentlich nur mehr die Nische und dürfen nebst Streamingdiensten dankenswerterweise mit einem „Retro“-Mascherl am Leben bleiben.

Ich befürchte, dass das Ende der physischen Spielereleases eine Zäsur darstellen wird. Natürlich in erster Linie den Erwerb der Spiele betreffend, aber auch, was die Zielgruppe angeht. Ich kann mir vorstellen, dass es zu einer Renaissance an ungewollten Erscheinungen kommt (noch mehr Free2Play, Microtransactions), gegen die wir alteingesessene Gamer uns doch so beherzt zur Wehr gesetzt haben. Auch die Magazinlandschaft, inzwischen eigentlich auch nur mehr digital existent, wird noch mehr schrumpfen. Weil die neue Generation an Gamer ist das Lesen langer Artikel oder das Zuhören längerer Reviews nicht mehr gewohnt. Influencer werden an Bedeutung gewinnen und die zurückgebliebene Leere füllen. Nicht mit qualitativen Inhalten, aber das fällt der Zielgruppe nicht mehr auf und den großen Unternehmen kann es nur recht sein.

Sind wir am Ende nur der linke Teil der Meme?

Fliegt uns bald der Komet um die Ohren und löscht uns aus?

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„Auslöschen“ würde ich jetzt nicht sagen. Aber das Hobby hat sich definitiv im Laufe der letzten Jahre/Jahrzehnte verändert. So hat sich aber auch mein Spielverhalten verändert.

Zu Beginn von 3DS/ WiiU hätte ich mir kein Spiel (außer Indies) digital geholt, was ich bei der Switch zum Beispiel schon gemacht habe.

Ich bin kein Fan der GameKey Cards, aber wenn das jeweilige Spiel nur darauf bzw digital erhältlich ist und ich es unbedingt spielen möchte, dann kaufe ich es auch so. Wie zB bei Pokopia. Ich versuche aber nach wie vor, Spiele Retail zu kaufen.

Sony liefert derzeit für mich keine Spiele die mich ansprechen. Wenn mal ein neues Mario, Zelda, Pokémon.. nur digital erhältlich sein wird, würde ich mir schon schwerer tun es nicht doch zu kaufen.

Was mir noch bleibt ist meine Sammlung an Retro Konsolen und Spiele auf die ich, insofern nichts kaputt geht, jederzeit darauf zu greifen kann :slight_smile:

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Ich mein wir sind in 2026 immer noch in einem Forum. Sogar die Dinosaurier der Branche sehen uns als Dinosaurier an. :sweat_smile:

KA wie der aktuelle Stand ist aber Roblox war mal größer als Steam + PlayStation + Xbox + Nintendo zusammen.

Das ist schon lange passiert. Noch sind wir halt gut parallel am laufen, aber werden immer mehr zur Nische.

Auch da glaub ich haben wir die Antwort doch schon lange oder?

Am PC ist man seit 2 Jahrzehnten quasi nur noch digital am weg, aktuell gibts glaub ich nur noch 2 oder 3 Hersteller die überhaupt noch Laufwerke für PC‘s herstellen.

Immer mehr Firmen in allen Branchen mit Datenträgern hören auf damit weil die Nachfrage so gering ist das es sich nicht mehr rentiert.

Bei der Xbox One damals gab es den Mega Aufschrei der Xbox gekillt hat (Sony wollte damals ja eigentlich auch schon und hatte nur Glück das ihre PK einen Tag danach war..) und eine Generation später wirds trotzdem umgesetzt. Nur mit noch weniger Rechten für uns User.

Selbst wenn Sony nochmal zurückrudert (was ich nicht glaube, auch wenn der Aufschrei groß ist, spätestens wenn Microsoft die Studioschließungen und Entlassungen bekannt gibt ist der Newscycle und Clickbait Train weiter gezogen und keiner denkt mehr dran.. hat schon einen Grund wieso das Sony ausgerechnet jetzt bekannt gibt. Geplant ist das ja schon lange.

Nintendo wird sich noch einige Zeit wehren, aber auch das wird nicht ewig bleiben und die machen das auch nur weils ihre Hauptzielgruppe (noch) erfordert.
Ich denke mal in irgendeiner Form wird physisch schon bleiben oder zumindest wieder kommen. Nur halt nicht auf den Konsolen, sofern die Überhaupt überleben.

Ist doch leider eh auch schon so. Schau dir YouTube Zugriffe an, die Influencer haben mittlerweile deutlich mehr Marktmacht bei den jungen Spielern als es die Magazine je hatten.

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dein abschließender punkt aufgegriffen mit einer generellen antwort auf die anderen aussagen von dir: ich glaube, dass wir hier noch nicht das ende der fahnenstange erreicht, noch nicht die „finale form“ gesehen haben.

Also zum Titel des Topics hab ich eine sehr klare Meinung: Ja. :wink: Aber so geh es jeder Generation, denke ich. Irgendwann stellt man fest, dass man nicht mehr zur rebellisch-innovativen Jugend, und später nicht mal mehr zu den up-to-date Erwachsenen zählt.
Das muss man erst mal verkraften.

Dieser Kampf ist doch schon längst verloren. Physische Käufe sind doch nur noch eine Nische.

Ich würde das allerdings nicht so sehr auf „die Jugend“ schieben.
Das sind Entwicklungen, die vor Jahren von Unternehmen auf Schiene gebracht wurden und jetzt dann halt abgeschlossen (?) sind.

Grad bei jüngeren Generationen gibt es Trends, die wieder weg von solchen Entwicklungen führen. Wenn auch nicht im Gamingbereich.
Leute, die keine Smartphones besitzen wollen, oder speziell smartphonefreie Treffen organisieren. Die Social Media Nutzung geht bei der Jugend in Österreich, minimal aber doch, zurück. Und es gibt unter jungen Frauen einen Trend, süße Cyberdecks zu bauen (einfach mal auf Youtube „cute Cyberdeck“ eingeben).

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geb ich dir recht.
nur: „wir“ können uns eine gewohnheit abgewöhnen, die jungen kannten es nie anders. das wird schwerer bis hin zu unmöglich.

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Die Welt dreht sich halt weiter und entwickelt sich. Ich denke das jede Generation alte Gewohnheiten verliert. Ist einfach so. Digital ist ja schon seit Jahren ein Trend. Das sowas kommt war klar. Warum sollte ich Daten erst auf Hardware pressen und dann wieder in Software umwandeln, wenn man es direkt nutzen kann. Ist wie beim E Auto. Da wird die Energie direkt genutzt. Nur die Leute halten an alte Gewohnheiten fest. Aber kurz oder lang wird sich irgendwas immer verändern.

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das e-auto ändert aber nichts daran, dass du unmittelbar ein auto in der hand hast.

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Das sowieso nicht. Wie bei so vielen Themen aktuell heißt die Devise leider „it will get a lot worse before it gets better..“

Und es einem auch gehört..

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Ich würde sogar noch wie in nem Podcast gehört einen Schritt weiter gehen :wink:

Das sich die Medien ändern war schon immer so. C64 Games konnte man noch auf MC kaufen, dann 5" Disk dann der Amiga mit SD 3,5" dann der PC mit 3,5HD Disketten, nebenbei nocj die Konsolen mit Modulen, dann kamen die optischen Datenträger jetzt sind die klassischen Datententräger tot und man kauft die Spiele noch als Download der urgendwann nicht mehr funktioniert. Die Zukunft lässt dann den Kauf ganz weg und man konsumiert im Abo oder zahlt wie in der Videothek früher die Zeit in der man das Spiel ausgeliehen hat.

Für die kleine Zielgruppe der „Regalsteller“ gibt es dann halt Merch. Die neuen interessanten Märkte wie Indien und China nutzen derzeit wohl zu nem großen Teil Ihre Smartphones als Hauptspielegerät und da wird dann halt mit Ingamewährung bezahahlt. Außerdem machen die Ihre Spiele nach ihrem Geschmack und brauchen auch keine westlichen Publisher dafür.

Für alte Knacker wie mich gibts dann vielleicht noch ab und an Nischenprodukte wie das NeoGeo oder die neuen C64er wo Fans dann auch eigene neue Software auf Modulen verkaufen die sie aus Lust und Laune in Ihrer Freizeit gemacht haben. Bis halt auch da aus altersgründen der Markt wegstirbt.

Finde ich aber alles gar nicht so wirklich schlimm. Die Zeiten ändern sich eben. Kann ja nicht alles stehen bleiben. :slight_smile:

Lego dürfte gerade auch seinen Zenit haben - wenn denen die aktuell 40-55 Jährigen Nostalgiekäufer wegsterben oder die zu nem großteil das Interesse verlieren dann wird es da auch stark bergab gehen. Für die Kids von heute ist Lego auch nichts besonderes mehr, genau wie die 12 Jährigen Videospieler heute lieber ein xbox Abo mit unzähligen Spielen haben als eine Disc in der Hand zu haben :slight_smile:

Dafür haben die dann andere Sachen.

ich stell mir noch eine transformation im spielebereich vor: wenn keiner mehr die tripple-As kauft .. sterben dann die großen namen weg? kein god of war, last of us, halo, forbidden west mehr; sonder nur mehr yet another jrpg à la genshin impact, roblox, fortnite, battleroyale oder sonstiges nischen-genre, das plötzlich sein goldenes zeitalter hat?

@k3nny_gat, zuerst mal danke für deinen interessanten Beitrag, habe mir alles ganz genau durchgelesen.

Ich sehe das ganze relativ pragmatisch, wenn es in einigen Jahren nur noch digitale Spiele gibt, egal auf welcher Plattform, dann kann man das gutheißen oder boykottieren.

richtig, das ist die sicht der dinge aus der „ich perspektive“. ich habe versucht meine gedanken aus der sicht eines begleitenden beobachters niederzuschreiben. so quasi, ja, jeder person hat ihre meinung, emotionen und freien willen, aber schaffen wir als einzelner oder in summe als masse überhaupt noch einen kurswechsel herbeizuführen? ich glaube nämlich nicht.

Gute Frage @k3nny_gat, dazu hat wahrscheinlich jeder hier im Forum seine eigene Meinung bzw. Sicht der Dinge.

Ich wäre dabei, wenn die große Masse an Spielern Sony, Microsoft, Nintendo und auch Steam boykottieren würde, aber wird das passieren?

Ich kann nur von mir reden: Ich habe irgendwann Ende der 90er akzeptiert, dass ich - und mein Gamesgeschmack - eine aussterbende Rasse bin und es da draußen viel mehr Spieler gibt, die etwas wollen, was ich nicht mag. Und dass sich die Industrie immer nach dem richten wird, wo der größte Markt wartet. Vor allem zu Zeiten, wo AAA-Spiele mehr kosten als so mancher Hollywoodfilm.

Bei mir war das große Umdenken damals, als LucasArts seine Adventures einstellte. Ich dachte, meine Welt bricht zusammen. Die beste Spielfirma mit den besten Spielen - und sie erklärt mir, das ist nicht mehr rentabel? Aber ich habs eingesehen. Die Leute wolten Shooter spielen. Sie wollten Doom, Quake und Half-Life. Kein neues Indiana Jones oder Monkey Island. Seit damals weiß ich: AAA und die Industrie scheren sich (selten) um das, was ich wirklich spielen will. Und je mehr ich das akzeptiere, umso besser für mich.

Und ich sehe immer noch eine Menge Leute, die das nicht akzeptieren wollen (nicht unbedingt hier). Gerade zu den Magazin-Zeiten hab ich sie oft beobachtet. Diese ungläubigen Fragen, warum denn nicht ein Nachfolger zum genialen XYZ kommt (das sie keine Million mal verkauft hat). Warum die PC-Softwarecharts auf Platz 1 den Landwirtschaftssimulator haben - und dann lang mal nichts.Dann FIFA und CoD. Wie Just Dance Ubisoft am Laufen hielt, wenn sie doch eigentlich so gute Games für Gamer machten.

Die Industrie hat sich verbreitert - und wir, die oft Hardcore Gamer von lang her sind, sind jetzt eine Nische. Ron Gilbert hat mir einmal verraten, dass LucasArts die Adventures nicht eingestellt hat, weil sie sich schlechter verkauft haben. Die haben durch die Bank rund 100.000 Einheiten abgesetzt. Nur waren mal 100.000 „Wow“ und irgendwann waren sie „Das ist nicht genug.“ Weil die Kosten gestiegen sind und der Markt gewachsen ist. Die Industrie muss sich nicht mehr an den Hardcore-Gamern orientieren. Die Masse ist woanders.

Meine Tochter liebt - zu meinem Leidwesen - Roblox. Und wir führen immer wieder Mal Gespräche darüber, warum sie keine „ordentlichen“ Spiele spielt. Und es läuft dann oft darauf hinaus, dass sie dort Spielerfahrugen bekommt, die sie auf einer normalen Konsole nicht hat. Zum Glück spielt sie aber nicht nur Dress to Impress, sondern ab und an noch immer Xbox, Switch und PS5 :wink:

Für die Hersteller ist es natürlich auch ein angenehmer Weg, mehr Geld rauszuholen. Digital ist doch deutlich billiger als physische Medien, die man vorab produzieren und auf Lager halten muss. Und ganz ehrlich: Ich kauf mir eine Disk auch noch in einer Sonderaktion, sonst ist digital einfach viel komfortabler …

Ja, aber beim E-Auto hast du auch die „alten“ Typen, für die es erst ein Auto ist, wenn der Motor röhrt wie ein Sportwagen und hinten Abgas rauskommt. Wenn kein Benzin dran ist, ist es nicht richtig. Und so sind wir mit den Medien manchmal.

Ich glaube, da fehlt noch die Mitte: Man kann es auch akzeptieren. Es ist nicht optimal, aber es ist auch nicht so schlimm, dass man sein Hobby aufgibt. Ich kann mich an die PC-Transformation Anfang des Jahrtausends erinnern. Dort haben wir die Entwiclung schon gute 20 Jahre hinter uns. Wer würde dort zurück wollen? Kaum mehr jemand. Nur: Dort haben wir mit Steam eine große Stabilität. Und daran würde ich die Hardwarehersteller schon auch messen: Wenn sie mir was digital verkaufen wollen, will ich darauf auch noch 20 Jahre später zugreifen können. (Und das Thema Archivierung mache ich da gar nicht erst auf!).

Dafür müssten wir mal eine Masse sein. Und die ist schon längst woanders.

Trotzdem möchte ich noch einen Punkt festhalten, wo ich mir vorstellen könnte, dass es kippen kann: Wer die Early Adopter verärgert, könnte ein Problem haben. Und das ist vielleicht das höchste Risiko für Sony. Weil wer kauft sich eine PS6 zum Start? Wer sorgt für eine erste kritische Masse? Vielleicht nicht die aktuelle Gamer-Generation. Sondern wir. So wie Nintendo-Hardcore-Leute damals die Wii wegen Zelda gekauft haben, und dann „Casuals“ mit Wii Sports angesteckt haben, die sich die Konsole nur wegen dem Spiel gekauft haben. Ich glaube auch, dass der physische Markt tatsächlich nicht mehr wichtig ist. Aber ist er psychologisch wichtig, um eine erste kritische Masse zu haben? Wir werden es sehen. Und wie schon erwähnt: Auch bei Microsoft hat ein einziger Fehler gereicht, um die gesamte Führung der 360 zu verlieren …

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Zum Großteil kann ich den Ärger nachvollziehen, auch wenn der Wegfall eines physischen Laufwerks mich und mein Nutzungsverhalten nicht wirklich beeinflusst.

Einhaken möchte ich aber bei:

Mir wird die Bedeutung der Onlinestores zu negativ dargestellt. Wenn man von der „alten Garde“ spricht, muss man auch von Raubkopien, Modchips, Pirate Bay, Torrent und rapidshare reden.

Seit es Onlinestores gibt, geht wieder mehr Kohle in den Spiele-Markt. Und Onlinestores haben den Indies erst einen breiten Markt eröffnet.

Wenn das Marketing auch nur ansatzweise passt: ausreichend Menschen.

Sony´s jüngster Quartalsbericht spricht von einem Anteil von 85% rein digital verkaufter Software - der Wegfall des Laufwerks wird einen überwiegenden Teil der Kundschaft also nicht stören und es ist zusätzlich ein Plus für Shareholder.

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Da würde ich mich einordnen, also nicht unbedingt bezüglich dem transportmedium, das ist mir ehrlich gesagt Wurscht, aber mit der Art, wie die gamesindustrie heute funktioniert.

Ich hab mal geschrieben, dass es mir vollkommen egal wäre, wenn ab morgen keine Spiele mehr für mich kommen würden, weil es immer noch einen monströsen backkatalog gäbe, den ich nicht in diesem Leben spielen könnte. Das kann ich immer noch unterschreiben.

Der gebrauchtmarkt ist ja schon seit langem am sterben, einfach mal überlegen, wieviele Shops es noch vor 15 Jahren gab, die gebrauchte Spiele verkauft haben, nicht nur gamestop, da gabs noch genug andere Läden. Die sind dann alle sehr langsam und still verschwunden.

Das war schon schade, kann mich noch gut an Tage erinnern, an denen ich nach der uni noch durch Wien gefahren bin um Games zu jagen.

raubkopien & co gibt es heute auch noch. das wird weiterhin ein katz und maus spiel bleiben.

bzgl online-stores / gebrauchtmarkt: online-stores per se sind nicht ein problem, das war in meinem ausgangspost zu ungenau formuliert. problematisch sind sie auf konsolen, weil der konsolenhersteller automatisch eine monopolstellung und hoheit über die preisgestaltung hat. ich ein spiel auch nicht zurückgeben kann.

am pc gibt es die möglichkeit ein spiel online, wenig später verünstigt bekommen zu quasi gebrauchtmarkt-preisen. auf konsolen kann ich mir das eigentlich abschminken. und retourgeben ist - zumindest auf steam - auch kein problem.

darum sehe ich online-only am pc weit weniger kritisch, als auf einer playstation.

Da ich mich nicht mehr so arg mit Videospielen beschäftige mag mich mein Eindruck auch trügen, aber so wirkliche AAA Titel über die „alle“ Reden und die von extrem vielen Erwartet werden gibt es gefühlt weniger - seit es auch „die Presse“ die alle Lesen/Verfolgen die sich für Spiele interressieren nicht mehr so gibt.
Klar die altbekannten großen Spielemarken die man seit PS1 oder noch früher schon kennt bekommen auch mit Aufguss Nummer 20 noch Aufmerksamkeit, aber das da jetzt plötzlich DER NEUE AAA Titel auftaucht ist doch eher sehr selten geworden.

Es verteilt sich halt auch vieles auf diverse Twitch Streamer die wieder ihr spezielles Publikum haben - aber ist schon was anderes als wenn sich früher irgendwie PC-Player & PC Games darüber einig waren das C&C eines der besten Echtzeitstrategiespiele ist. Das Spiel kannte dann „jeder“ und alle wollten es haben und spielen. Sowas heute bei einem neuen Spiel zu schaffen ist schon schwerer.

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Ich glaube, dass heutzutage viele, insbesondere jüngere (?) Gamer, ihre Informationen auch von ihren Lieblings-YouTubern und Twitch-Content-Creator erhalten, wenn sie die Videos ansehen oder einen Livestream besuchen?

In den (späten) 1980er Jahren gab es solche Medien und Begrifflichkeiten natürlich noch nicht, da wurde durch Mundpropaganda in den Schulpausen zum Beispiel oder bei Freunden und Bekannten Neuigkeiten und Informationen über Spiele ausgetauscht.

Ich werde niemals vergessen, wie ich meinen Grundwehr-Dienst beim österreichischen Bundesheer im Jahr 1989 absolvierte. Als ich in einer (Zivil) Kantine die ASM (AktuellerSoftwareMarkt)entdeckte und darin blätterte, war ich sofort von den Testberichten und ähnlichem fasziniert. :heart_eyes:

Viel später (1997) trat dann (unter anderem) die Gamestar, und natürlich, wie sollte es anders sein, ab Ende 2000 die consol.at in mein Zocker-Leben, und ich war wieder vollkommen begeistert!

Ok, ich schweife vom Thema ab, sorry. :slightly_smiling_face:

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